Adressenweitergabe durch Firmen und Callcenter Machenschaften
Gestern wurde beschlossen das Firmen die Adressen Ihrer Kunden zukünftig nicht mehr ohne ausdrückliche Einwilligung weitergeben dürfen.

Zum Hintergrund: Wer kennt das nicht? Ihr geht an euren Briefkasten und habt ein Mengen von Katalogen vorliegen von Versandhäusern wo Ihr noch nie bestellt habt. Eine Kataloganforderung habt Ihr auch nicht gemacht. Das hat folgenden Hintergrund; Ihr bestellt beim Versandhaus “A”. Um die Bestellung abgeben zu können müsst Ihr dort ja zwangsläufig anrufen. Was die meisten nicht wissen, Ihr landet in einem Callcenter. Ein Callcenter ist meist eine Telefonzentrale mit mehreren hundert Angestellten. Dieses Callcenter arbeitet meist aber nicht nur für Versandhaus “A” sonder auch noch für “B” und “C”. Die Versandhäuser haben miteinander nichts zu tun. Außer das die Bestellungen eben vom gleichen Callcenter aufgenommen werden. Jedoch werden so alle Adressen der diversen Versandhäuser in einem Computer gespeichert. Und genau da ist die Marktlücke die die Callcenter nutzen. Sie verkaufen für sehr viel Geld die Adressen von Versandhaus “A” an Versandhaus “B”. Jede Adresse könnte ja ein potenzieller Kunde für das Versandhaus “B” sein.
Natürlich gibt kein Center zu, damit was zu tun zu haben. Die “schwarzen Schafe” sind immer die anderen. Aber um auch fiar der Branche gegenüberzustehen; es gibt auch gute Callcenter sie sich an die Regeln und den Datenschutz halten.
Der zweite Profit der Callcenter, sind die Einnahmen durch Zusatzverkäufe. Ihr ruft bei Versandhaus “A” an und bestellt eure Artikel, die Ihr vorher rausgesucht habt. Angenommen es ist eine blaue Jeans dabei. Der Verkäufer/in wird euch nach dem ihr alles durchgegeben habt folgendes Fragen: “Sie haben eine blaue Jeans in der Größe 42 bestellt, ich hätte da noch einen passenden Pullover in Ihrer Grüße in der Farbe Blau passende zu Ihrer Hose. Darf ich den Artikel noch zu Ihrer Bestellung hinzufügen?”.
Der Kunde ist meist in dieser Situation überfordert und antwortet mit “Ja”. Natürlich hat jeder Kunde die Möglichkeit, den Pullover kostenfrei zurückzuschicken. Nur die meisten Kunden machen sich nicht die Mühe, den Artikel wieder einzupacken und zur Paketannahmestelle zurückzubringen. Und genau darauf bauen die Callcenter. Der Mitarbeiter am Telefon ist verpflichtet, diese Zusatzangebote anzubieten, ansonsten gefährdet er seinen Job. Die Mitarbeiter werden speziell darauf geschult die richtigen Argumente zu nennen, damit der Kunde “Ja” sagt. Außerdem muss jeder Mitarbeiter eine Quote einhalten, ansonsten gibt Ärger.
Jetzt nochmal zurück zu den Adressen. Es kommt vor, dass eine Kunde beim Versandhaus “B” anruft und Auskunft möchte, woher die Adresse stammt. Die Callcenter Mitarbeiter sind auf solche Situationen natürlich geschult. Antworten lauten dann wie folgt:
“”Wir haben die Adresse von einem befreundeten Versandunternehmen” oder “Sie haben sicher schon einmal vor langer Zeit bei uns bestellt und wissen das nicht mehr”.
Der Kunde wird darauf hingewiesen, dass er sich auf Robinsonliste eintragen kann und somit keine Werbung mehr zugeschickt bekommt. Aber nicht jedes Callcenter ruft diese Liste ab.
Eine Rechtliche Handhabe hatte man bisher auch nicht, da man meist unbewusst zustimmt Werbung von Fremdfirmen erhalten zu dürfen. z.B. im Kleingedruckten von Gewinnspielen.
In Zukunft ist es so, dass jede Firma verpflichtet ist den Kunden zu fragen, das die Adresse weitergeben werden darf.
Ich sage dazu: “Die Callcenter werden damit trotzdem nicht aufhören und Wege finden Geld mit Adressdaten und Kunden zu verdienen. Aber es ist ein kleiner Schritt in die richtige Richtung”
Schlagworte: Adressen, Adressenhandel, Adresshandel, Callcenter, Profit, Versandhaus, Versandhäuser





